Home Office Tip: Raus aus dem “Home”

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Michael Bartz, Prof. IMC FH Krems

Der Begriff “Home Office” suggeriert irgendwie Arbeiten im Wohnzimmer oder in anderer Art und Weise daheim. Den Luxus eines eigenen Arbeitszimmers im Home Sweet Home klammere ich aus der Diskussion einmal aus. Ich bin im Gegenteil auch schon darauf gestoßen, dass WissenarbeiterInnen ihren Arbeitsplatz am Küchentisch aufschlagen. Ist das ideal? Wahrscheinlich nicht oder nicht für jeden und jede und vor allem: nicht ständig.

Sicher ist nicht viel dagegen einzuwenden, wenn der Küchentisch oder Wohnzimmertisch einmal für ein paar Stunden als Arbeitsplatz herhalten muss. Als Ausnahme. Jedoch für ein oder zwei reguläre Home Office Tage pro Woche ist das keine Lösung. Da sollte ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz her.

Tip Nr. 1: Diesen Arbeitsplatz kann man sich gesünder gestalten als im Firmenbüro. Viele Firmen tun sich noch schwer, Arbeitsplätze mit höhenverstellbaren Schreibtischen auszustatten. Diese Art von Schreibtischen sind in genügender Qualität für den Home Office Einsatz bereits ab 200 EUR zu haben.

Tip Nr. 2: Kombinieren sie so einen Schreibtisch dann gleich mit einer Stehmatte. Ich bin persönlich ein Fan der Stehmatten von kybun aus der Schweiz; deswegen erlaube ich mir, hier konkret auf einen Hersteller und ein Produkt hinzuweisen. Eine solche hochwertige Stehmatte ist eine Ausgabe, die sich schon nach wenigen Monaten als Investition in die Gesundheit auszahlt (http://www.kybun.ch). Nicht billig, aber macht sich bezahlt.

Tip Nr. 3: Seien Sie noch weiter kreativ und denken Sie an alternative Sitzgelegenheiten, statt gleich nur an den typischen Bürosessel…einbeinige bewegliche Sessel zum Beispiel. Oder für einige Zeit ist ein Sitzball auch nicht schlecht während eines Arbeitstages. Telefonate lassen auch auch gut im Liegen erledigen. Brechen sie aus gewohnten Mustern aus und denken sie an Lösungen, die im Büro unmöglich wären.

Tip Nr. 4: Wenn sie sich das alles vor Augen geführt haben, dann checken sie bitte gedanklich, ob das Zuhause aber auch die sonstigen professionellen Rahmenbedingungen für die Erledigung ihres Jobs bietet: Ungestörtheit zum Beispiel in den Phasen, in denen es wichtig ist. Und aber auch ein leistungsstarkes WLAN, damit auch Telefonkonferenzen und Videokonferenzen über ihr Notebook wirklich perfekt funktionieren.

Wenn sie sich nicht sicher sind oder konkrete gegenteilige Erfahrungen gemacht haben, dannTip Nr. 5:

Erweitern Sie den Lösungsraum. Home Office muss nicht daheim stattfinden. Zumindest im städtischen Bereich schießen auch in Europa CoWorking-Spaces an jeder Ecke aus dem Boden. Das sind offene Büros oder Bürogemeinschaften für jedermann (und –frau). Sozusagen das Büro aus der Cloud.  Hier lassen sich Schreibtischarbeitsplätze, Rückzugsräume oder Meetingräume nutzen. Entweder wird ad hoc nach Stunden abgerechnet oder es gibt den Büroarbeitsplatz auch im Abo. Die Vorteile sind: Hier findet man auf jeden Fall eine professionelle Büroumgebung. Es gibt nicht die typischen heimischen Ablenkungen (Schatzi, kannst Du die Wäsche noch mit durchlaufen lassen…), und man erspart sich dennoch den vielleicht langen Arbeitsweg ins Firmenbüro. Denn wie gesagt, CoWorking Spaces durchziehen wie ein Myzel inzwischen europäische Innenstädte. D.h. in 5 Minuten Gehweite findet sich ziemlich sicher mindestens ein CoWorking-Space.

In den ländlichen Bereichen ist das Thema CoWorking anders gelagert: Hier denken Gemeinden über die Schaffung solches Cloud-Offices nach. Hier bieten sich Büros in Gemeindehäusern an oder auch die Nachnutzung von Bankfilialen, die allerorts geschlossen werden. Warum denken, ländliche Gemeinden darüber nach (und gerade im Speckgürtel der Städte)? Hierbei geht es um Standortattraktivität und darum, EinwohnerInnen zu halten oder anzuziehen. Warum jetzt? Weil inzwischen auch in den ländlichen Bereichen hochperformante Internetanschlüsse zu niedrigen Preisen verfügbar. Es also einfach möglich ist, so ziemlich überall die technische Grundvoraussetzung für einen CoWorking-Space zu schaffen, und das ist Netzanbindung.

Gibt es es wissenschaftlichen Hintergrund zu diesem Home Office Tip? Nicht wirklich. Aber rechnen sie sich einmal selbst aus, wieviel Zeit sie gewinnen pro Woche oder Monat oder Jahr, wenn sie dank CoWorking-Space dann doch die Möglichkeit des Home Office mehr nutzen. Und sie andererseits das tägliche Pendeln reduzieren können. Das ist Mehrwert pur für die Firma und sie privat.

Mehr Information zu neuen innovativen Arbeitsformen und Unternehmen der nächsten Generation:

https://newworldofwork.wordpress.com

http://www.thomasschmutzer.com/

Quelle Bild: http://www.business-cloud.de/enterprise-cloud-drive-der-sichere-cloud-speicher-fuers-business/

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