4-D-Trends der neuen Arbeitswelt

Autor: Andreas Gnesda

Sie lassen sich in vier großen Kategorien zusammenfassen: 4-D steht für DigitalisieAktuelle sind es Trends, Markt- und Gesellschaftsentwicklungen, die den Fortschritt in der „Neuen Arbeitswelt“ generieren.rung, Demokratisierung, Dynamisierung und Distanzierung.

4DDa ist an erster Stelle jedenfalls die Digitalisierung. Plötzlich können wir unabhängig von Zeit und Ort arbeiten, alle Daten und Informationen sind jederzeit und allerorts verfügbar. Das eröffnet neue Dimensionen. Die Speicherung und Verarbeitung der durch unser Tun und Handeln generierten Daten wird uns in den nächsten Jahren von einer zur nächsten unerwarteten Überraschung führen.

Unter Demokratisierung verstehen wir vor allem die Anforderung an ganz neue Führung, an Leadership-Skills, mehr dazu folgt. Nur jeder zehnte Arbeitnehmer ist noch bei dem Arbeitgeber beschäftigt, bei dem er sein Arbeitsleben begonnen hat. Der Job bei einer Firma auf Lebenszeit ist Geschichte. Menschen und Mitarbeiter sind viel mobiler geworden. Der psychische Druck nimmt zusehends zu, die Anzahl der psychischen Erkrankungen hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt. Unternehmen haben erkannt, dass informelle Kommunikation Innovation generiert und setzen auf Zonen und Bereiche, die diese informelle Kommunikation fördern, ja geradezu herausfordern.

Die Distanzierung spiegelt sich in der erschütternd niedrigen emotionalen Bindung der MitarbeiterInnen zu ihren Unternehmen wider. In Deutschland sind es nach Gallup gerade mal 16 % der MitarbeiterInnen, die eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber haben. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 84 % eine geringe oder keine emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber haben. Der Kampf um junge MitarbeiterInnnen ist im „War for talents“ zur Realität geworden. Mehr als ein Viertel aller ArbeitnehmerInnen arbeiten in atypischen Arbeitsverhältnissen. Die mitteleuropäischen Gesellschaften sind von starker Migration betroffen, Eheschließungen sinken und Haushaltsgrößen werden kleiner, der Singlehaushalt beherrscht die Gesellschaft.

Wenn wir von Dynamisierung sprechen, so wissen wir heute, dass Umgebung und Raum nachweislich einen positiven Einfluss auf Arbeit und Leistung liefern. Neun von zehn Mitarbeitern sagen, dass sie ihre besten Ideen nicht am Arbeitsplatz sondern an ganz anderen Orten haben, unter der Dusche, am Sofa, beim Sport, beim Lesen etc. Drei von fünf Studenten wollen unabhängig von Arbeitszeit und Arbeitsort arbeiten. Sie nutzen dritte Orte für Inspiration, Idee und als motivationsfördernde Umgebung. Anforderungen und Wünsche der jüngsten Generationen sind anders. Da ist wieder viel mehr Interesse an Qualität, an Familie, an wertvoller Beziehung und Ausgeglichenheit spürbar.

Diese Trends, Marktentwicklungen und Motive begleiten uns beim Fortschritt in der neuen Arbeitswelt. Die Digitalisierung gibt den Takt an und so wie sie die letzten zwanzig Jahre bahnbrechende Veränderungen gebracht hat, so werden die Veränderungen der nächsten Jahre sicher noch viel tiefgreifender und wirksamer sein. Machen wir uns darauf gefasst. Wehren wollen und können wir uns nicht, ziehen wir die unglaublichen Vorteile aus dem Fortschritt.

Den Original Artikel finden Sie hier.

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